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SWR-Journalist Christoph Zehendner interviewte Regisseur Benjamin Stoll
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Christoph Zehendner, bekannt als Hörfunkjournalist beim SWR, kennt Benjamin Stoll aus der Gemeinschaft künstlerisch arbeitender Christen „Das Rad“. Der ebenfalls als Autor und Liedtexter bekannte Journalist war am Sonntagabend vor der vierten Aufführung des Musicals „Der Weg“ nach Holzhausen gekommen, um Benjamin Stoll zu interviewen.
Holzhausen. Die Menschen strömten in Scharen in die Halle, man könnte schon fast sagen, sie stürmten die Holzhauser Panoramahalle. Jede Vorstellung des aufwändig inszenierten Musicals „Der Weg“ war fast bis über die Hallenkapazität hinaus belegt. Allein am Samstagabend waren 550 Menschen dabei, so Claus-Dieter Stoll, Sulzer Dekan und Vater des Regisseurs Benjamin Stoll. Ein Riesenerfolg für die Veranstalter (wir berichteten).
Aufgrund des nicht abreißen wollenden Publikumsstroms wurde das Interview mit Benjamin Stoll so lange aufgeschoben, bis alle Plätze belegt waren. Schließlich betrat im Spot des Scheinwerfers Christoph Zehendner die Bühne und begrüßte das Publikum. „Wir werden einen wegweisenden Abend erleben“, versprach er.
Normalerweise höre man ihn, Zehendner, ja eher im SWR-Radio über „Stefan Mappus und seine 40 Räuber“ berichten, stellte er sich vor, und wandte sich umgehend weiter scherzend an Benjamin Stoll, den er zuvor beim Bühne schrubben beobachtet hatte: „Du bist ganz gelassen …“ – „ … ein Zeichen dafür, dass Bühne schrubben völlig meditativ ist“, gab Benjamin Stoll zurück.
Im Folgenden ging Stoll auf die Entstehungsgeschichte des Musicals „Der Weg“ ein, die am Anfang eine Idee von Daniel Börnert und Manuel Becker war. 20 starke Songs hätten sie im Kasten gehabt, aber noch keine Handlung. Nur die Protagonisten Lukas und Lena gab’s schon.
„Ein Musical ist immer schön, wenn eine Liebesgeschichte dahinter steckt“, so ging Benjamin Stoll die Sache an. „Wär ich nie drauf gekommen“, frotzelte Zehendner.
Seit 2007 ist Benjamin Stoll als Regisseur des Musicals dabei. Für ihn ist es dabei vor allem interessant, die Entwicklung der Darsteller mitzuerleben. Es seien Profis, angehende Profis, Semiprofis und Neulinge auf der Bühne. Manche seien erst seit Donnerstag dabei. „Den Prozess zu sehen, den jeder durchmacht, das ist für mich das Spannendste“, so Stoll.
„Ist es schwer, in der ersten Reihe zu sitzen und nicht mitmachen zu können?“ So fragte Zehendner den Schauspieler Stoll. Der schmunzelte nur: „Ich genieße es, Regisseur zu sein. Ich glaube, dass ich die meisten Rollen nicht mehr spielen könnte.“ „Zu alt?“ Und damit holte Zehendner auch schon zum Schlusspfiff aus: „Die Greise ziehen sich zurück und lassen die Jugend ran.“
Anastasisa Vollmer
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